Montag, 2. Mai 2011
1. Arbeitstag
Ich bin morgens etwas später auf, da ich erst um 10 h zur Arbeit verabredet war. Denn ich brauchte ja den Schlüssel zu den Räumen, ein Telefon und einen UMTS Stick für die Verbindung zur Firma. Der Speisesaal war nach wie vor ungemütlich. Von der Beleuchtung und von der Ausstattung. Und der absolute Höhepunkt war dann eine Szene die ich lieber nicht gesehen hätte. Es war wohl ein Fleck auf dem Fußboden und eine Hotelfachnichtkraft hat den Fleck dann mit einem Putzhandtuch beseitigt um danach mit dem gleichen Lappen das Buffet zu reinigen. Ekel machte sich bei mir breit. Und so habe ich auch dankbar den kalten Kaffee nicht weiter ausgetrunken. Auf dem Weg zum Office hat sich dann, wie so oft, ein Ugandischer Ureinwohner an meine Fersen gehaftet und sich glatt 1 Km mit mir zum Office bewegt um mich dann kurz vor dem Tor anzubetteln. Ich habe das als Englischkurs betrachtet und mich dann "freigekauft". Vor dem Office war natürlich keine Kollegin. In Uganda ist es schicklich sich Zeit zu nehmen. Wer wichtig ist, auf den kann man ja warten. Und so wartete ich eine halbe Stunde. Dann kam meine Kollegin um sich auch kurz danach zu verabschieden. Ein Arzttermin. Sie ist im 7. Monat. Ich war es nicht. Ehrlich. :-) Der Feierabend kam frühzeitig, da das Volumen meines UMTS Sticks noch am gleichen Tag aufgebraucht war. So konnte ich noch mit Tageslicht zurück ins Hotel. Dieses Hotel ist ja weiter weg und die Gegend ist dort noch düsterer als an der Hauptstrasse, wo sich mein Lieblingshotel befindet. Da ich Tagsüber nichts gegessen hatte, wollte ich mir den Grillroom im Hotel zu Gemüte führen. Aber der hatte, wie die anderen 5 Restaurants zu. Es hat sich wohl nicht gelohnt für max. 10 Gäste alle Restaurants zu öffnen. Und so saß ich mit 3 anderen Gestalten im Restaurant, welches eher den Titel Bahnhof 1954 in Russland verdient hätte, da und hoffte dass einer der Gäste vielleicht ein Arzt ist. Aus den verzweifelten Blicken der anderen Gäste, nehme ich mal an, dass sie mich auch für einen Arzt aus der Notaufnahme gehalten haben. Und so hat jeder mutig sein Esser verspeist. Ich bin dann auch schnell ins Bett. Und so endete der Tag mit nur einem Gedanken, hoffentlich wache ich morgen früh aus diesem Hotelalptraum auf. :-)
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